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Der Mazda MX-5 und die Sicherheit
 

Der MX-5 ist ein tolles Auto mit jeder Menge aktiver Sicherheit, d.h. Sicherheit in Handling und Straßenlage. Die passive Sicherheit jedoch ist aufgrund fehlender Überrollbügel und bei älteren Modellen nicht vorhandener Airbags ein Schwachpunkt dieses kleinen Roadsters. Meine eigenen Erfahrungen gehen zum Glück noch nicht so weit, dass ich einen Unfall mit meinem MX gehabt hätte, aber in etlichen Grenzsituationen konnte ich schon das nervöse Heck und die Driftfreudigkeit meines MX austesten, besonders, weil mein Exemplar noch ein NA-Modell ohne jegliche elektronische Fahrhilfe ist. Er hat weder ABS noch ESP noch ASR oder was es an modernen, Computer gesteuerten Helferlein so alles geben mag. Ich fahre noch Sportwagen pur und genieße das.

Dennoch ist es auch für einen verantwortungsbewussten MX-Fahrer sicher nicht uninteressant zu lesen und im Bild zu sehen, was mit diesem Auto so alles passieren kann. Auf der sehr gut gemachten Seite www.mx-5.de gibt es einen sogenannten "Autofriedhof", aus dem ich hier einiges zitiere, denn ich bin der Meinung, dass man gar nicht genug davor warnen kann, unseren kleinen Flitzer zu überfordern.

Die nachfolgenden Berichte sind in der originalen Diktion einschließlich aller orthographischen und grammatikalischen Fehler wiedergegeben. Außerdem ist es selbstverständlich, dass das Copyright der Textbeiträge und der Fotos bei den Verfassern bzw. bei den Betreibern von www.mx-5.de liegt.

Frithjof Meißner, Kaunitz, im April 2004


Christoph Fleisgarten

Mein Can. Black Miata Bj. '93 ist 1998 auf einer feuchten Serpentinenstrasse in Österreich (Plansee Straße - Richtung Schloss Linderhof) mit seinem Heck in einer Rechtskurve bergauf ausgebrochen. Die Strasse war feucht und durch den Reifenabrieb auch etwas glitschig. Tja, bin die Kurve wohl zu schnell ca.60 km/h bzw. zu eng gefahren, was ja eigentlich viel Spass macht, aber am besten doch nur bei trockener Fahrbahn praktiziert werden sollte bzw. nicht unbedingt bergauf, wenn's noch schwieriger wird das Auto abzufangen und zu einer Seite auch noch der tiefe Abgrund gähnt! Naja, der kleine schob sich unter die Leitplanke, die rasierte mal eben die Klappis ab; weiter gings bis zum U-Bügel Windschutzscheibe, die einige Risse bekam. Das Auto zog sich aus der Leitplanke raus und donnerte noch mal mit voller Breitseite gegen die Leitplanke und federte schliesslich in entgegengesetzter Fahrtrichtung auf der anderen Fahrbahnseite ab (siehe Bild). Bis auf den Totalschaden (20.000,-DM) und der lädierten Leitplanke ist mir und meiner Beifahrerin nichts passiert. Vollkasko versichert :o), aber hoher ideeller Wertverlust --- also baut nicht so viel an euren Kisten rum, die Gutachter interessiert so was einen Sch...dreck!!! :o((

Grosses Lob an die Leute vom Österr. Zoll die als erstes auf uns traffen, die Unfallstelle sicherten und warteten, bis die Gendarmerie eintraf. Die Jungs von der Gendarmerie waren supi nett und haben alles für uns erledigt, d.h. ADAC Abschleppdienst und Mietwagenfirma benachrichtigt! Keine Anzeige, nichts -- toll!

Ja, der Totalschaden wurde dann zum nächsten netten Mazdahändler in Durachh/KEMPTEN -Allgäu gebracht, dort Gutachten etc.. Hab dann den Wagen an Mazda abgetreten, der Restwert wurde dann mit einem neuen NB, zu diesem Zeitpunkt günstig, verrechnet. Tja und jetzt bin ich halt begeisterter NB-Fahrer und geniesse die Vorzüge des neuen Models.

ABS Chris


Stefan Bünger

Ich kaufte den Silbernen im Alter von drei Jahren von meinem Nachbarn, der den Wagen als Leasingfahrszeug besaß und ihn nach Ablauf des Vertrags abgeben wollte. Ich mußte noch 6 Wochen warten, bis der Wagen endlich mir gehörte.

Drei Wochen später erlitt er ein tödliches Schicksal, als ein Peugeot 106 mit etwa 70 km/h über eine rote Ampel fuhr und meinen Silbernen auf der rechten Seite rammte. Mein Wagen wurde aus der Bahn geschleudert und prallte mit der linken Seite zunächst auf eine Verkehrsinsel und dann anschließend noch in eine Fußgängerampel. Er war nicht mehr zu retten! Der Wagen war komplett verzogen. Seine Überreste wurden, soweit ich weiß, nach Holland verkauft.

Der Peugeot überlebte den Unfall aber ebensowenig. Seine komplette Front war bis zur Windschutzscheibe eingedrückt.

Stefan Bünger


Jens Iggena

Es war Sonntag, der 16.01.2000 um 19:50. Die Temperatur lag bei 7° Celsius, aus diesem Grund war ich nicht sehr vorsichtig. Den ganzen Tag über hat es sporadisch genieselt. Der Unfallort war der Autobahnzubringer Bremen-Hemelingen in Richtung Hamburg/Hannover. Der Autobahnzubringer ist eine langgezogene bergauf-Rechtskurve, bevor er in eine Gerade übergeht. Am Anfang der Kurve kommt man direkt aus der Stadt, hier sind 50 Km/h erlaubt. In der Kurve ist die Geschwindigkeitsbegrenzung dann 70 Km/h. Ich hatte gerade das 70-Schild passiert und habe beschleunigt. Schätzungsweise hatte ich 75 Sachen drauf. Plötzlich bricht das Heck nach links aus, der Wagen dreht sich um 360 Grad und kracht gegen die linke Leitplanke. Durch die Geschwindigkeit gabs so etwas wie einen Billardeffekt. So hat sich der Wagen dann noch einmal um 360 Grad gedreht. Mit der Drehung rutsche ich quer über die Fahrbahn und kam dann frontal auf die rechte Leitplanke. Das Ergebnis seht Ihr auf den Bildern. Nach dem Unfall hat sich herausgestellt, daß sich - trotz der Temperatur - Eis in der Kurve gebildet hat. Mit Winterreifen wäre dieser Unfall bestimmt zu vermeiden gewesen. Zum Zeitpunkt des Unfalls war mein MX mit 195/50 auf 6mm bereift.

Fazit:
Ich bin froh, daß meine Knochen noch heil sind ;-) Mögen die Bilder alle MX-Fahrer zur Vorsicht und zur Vollkasko-Versicherung ermahnen.

Jens Iggena


Christoph Fleisgarten

Hab wieder was für die Rubrik Autofriedhof, diesmal Auftragsarbeit meiner Kollegin Silvia (92ér Miata gelb - steht auch in der Halterliste): Ihr Freund hat 1993 mit seinem Kumpel diesen blauen Miata zu Schrott gefahren (siehe Bilder) :-(! 

Wie passiert? Zu schnell in die Ausfahrt Titz-Jackerath AB 61, nasse Fahrbahn, Heck ausgebrochen, mehrfacher Überschlag, Fahrer und Beifahrer kamen mit kleineren Prellungen davon... Gott sei Dank, aber kaum zu glauben, wenn man die Bilder sieht.

ABS Chris


Dirk Weber

Anbei ein Foto meines tragisch verendeten MX-5. und hier die traurige Story:

Blauer Himmel, Sonne, ideales Roadsterwetter und freie Fahrbahn. Besser kann man sich den Weg zur Uni nicht wünschen. Gemütlich auf der Bundesstraße Richtung Eichstätt/Bayern rollen, nichts Schlechtes im Sinn. In einer langgezogenen Lingskurve traue ich meinen Augen nicht, als ein Kleinbus kurz vor mir aus einem Feldweg schießt. Hinter ihm ein zweites Fahrzeug, nimmt mir ebenfalls die Vorfahrt und biegt auch in die Bundesstraße ein, ich bin noch etwa 25m entfernt, und das bei 90 - der Totalcrash war unvermeidlich.

Ein Bild des Jammers an der Unfallstelle - weggerissene Front, auslaufendes Öl. Polizei und Krankenwagen waren schnell zur Stelle, aber der Schock saß tief. Glücklicherweise kam ich "nur" mit Schürfungen und Halswirbelzerrungen davon, auch die Gegnerin wurde vom Schutzengel nicht im Stich gelassen. Es folgten 2 Wochen horror - Schmerzen, Anwaltsbesuche, Verwaltungsaufwand, Fahrzeugsuche. Und ein zweites Mal klopfte das Glück: ich fahre das gleiche Modell wieder, durch einen Zufallskauf, mit allen Extras und mehr (einmal MX-5 - immer MX-5! *g*). Das gute alte Stück (R.I.P.) fand einen Teileliebhaber. und so geht der Traumsommer glücklicherweise weiter!

Dirk Weber


Jürgen Strätker

Leider habe nun auch ich einen, wenn auch kleinen, Beitrag zum Autofriedhof zu leisten. Was Ihr hier seht, sind die sterblichen Überreste meines im öffentlichen Strassenverkehr verschiedenen 91er MX5. Die ganze Sache ist eigentlich sehr einfach beschrieben:

1. Fahrt innerhalb geschlossener Ortschaft (ausnahmsweise mal mit legalem Tempo),

2. LKW (ja, so einer mit dieser bösen Anhängevorrichtung hintendran) bleibt auf der Strasse stehen,

3. Schade - Aufprallgeschwindigkeit nach der Vollbremsung ca. 25 km/h.

Resumé:
Reparaturkosten (14.500,- DM, laut Gutachten) liegt über dem Wiederbeschaffungswert (angeblich 10.500,- DM). Somit ist’s ein Totalschaden. Gottseidank war der Kleine immer noch Vollkaskoversichert...

...übrigens hatte der LKW auch einen Schaden: Exakte Höhe: 478,13 DM (ich nehm’s dann aus der Portokasse).

ABS 4 U ALL

Jürgen


Patrick Doeringer

Ich kam gerade von der Arbeit und wollte auf die Autobahn abbiegen. Dafür mußte ich nach links über die Gegenfahrbahn. Die Sonne stand tief und ich war der Meinung, daß die Strasse völlig frei ist.

Also bremste ich vor dem Überqueren der Fahrbahn nicht allzu stark ab, um noch genügend Schwung mit auf die Autobahnauffahrt zu nehmen.

Als ich mit der Motorhaube auf der anderen Fahrbahn war, sah ich nur noch 2 Lichter und versuchte die Bremse zu treten.

Es gab wohl einen lauten Knall. Auf jeden Fall stand ich, als der Nebel der aufgegangenen Airbags verzog, in die gegengesetzte Fahrtrichtung. Ich stieg aus, schaute ihn mir an und dachte nur: Toll, gerade erst 6 Wochen alt und schon zerkleinert.

Glücklicherweise ist dem Unfallgegner (bis auf einen Schock und ein paar leichte Prellungen) und mir (Nasenbeinprellung und minimale Handgelenksverbrennungen durch den Airbag) nichts passiert.

Immerhin war jemand bereit noch stolze 10.999,00 DM für den Schrotthaufen zu bezahlen (Dieses Auto fährt wohl jetzt in Polen)

Mittlerweile fahre ich meinen zweiten NB1 in Silber.

ABS

Patrick


Christian Gudrich

Kurve zu eng genommen, mit dem rechtem Vorderreifen in eine Senke gefahren, direkt auf einer Bodenwelle den Gang runtergeschalten (4 auf 3) bei 60 km/h. Voll aufs Gas und dann ist mein Kleiner ausgebrochen, aber noch im Rahmen des „Driftens“.. nur dann ist er zu weit auf die Gegenseite gekommen und mit dem Heck in den Schotter / Parkett (keine Ahnung, wie man das schreibt.. auf jeden Fall kein Teer mehr) gerutscht.. dann hat sich das Auto quergestellt und ist gerutscht, dann ist der Baum auf mich zugekommen ... dann gab’s nen Knall und ich bin unter dem Auto wieder aufgewacht.. Gottseidank haben ich und - was noch wichtiger ist - meine Beifahrerin das Ganze mit nur ein paar blauen Flecken überstanden .. Mehr Schutzengel kann keiner haben!!!

Naja.. ein paar Prellungen und Quetschungen waren es dann doch.. bei mir.. war eingeklemmt (siehe Bild).. war lange krankgeschrieben.. schleiche nur noch !

Was habe ich daraus gelernt ?

  1. Niemals seine eigenen Fähigkeiten überschätzen
  2. Immer gut ausgeschlafen sein
  3. Niemals mit der falschen Einstellung ans Steuer setzen (persönliche Probleme nicht ans Lenkrad bringen)
  4. Niemals provozieren lassen
  5. Niemals meinen.. Hubraum und PS können durch fahrerisches Können ersetzt werden
  6. Niemals mit Freunden streiten
  7. Daß ich jetzt weiß, wer meine Freunde sind und wer nicht!
  8. Dankbar sein, daß ich noch lebe!

Ich denke, das war eine Lehre fürs Leben.. und ich bin froh, Freunde wie meine Münchner Mx5ler zu haben, auf die ich mich immer verlassen kann !

Besonderen Dank geht an Tamer... meinen Bruder!


August Haller

Es war der 16. Mai 2001. Eigentlich wollte ich mit dem Motorrad nach Rimbach (Odw.) fahren. Da es leicht regnete entschloss ich mich den Roadster zu nehmen. Diese Strecke fuhr ich schon viele Male, doch an diesem Tag sollte alles anders sein. Auf der B 38 gibt es kurz vor Lindenfels das sogenannte "Gumpener Kreuz". Hier befindet sich eine tückische Rechtskurve. Diese Kurve fahre ich unter normalen Straßenbedingungen (mit diesem Auto) bestimmt locker mit 120 km/h. An diesem Tage fuhr ich max. 80 km/h. Mitten in der Kurve verlor ich absolut die Kontrolle über meinen Wagen. So als wäre plötzlich Glatteis unter den Rädern rutschte ich diagonal auf die Gegenfahrbahn. Ausgerechnet zu diesem Zeitpunkt musste sich genau dort ein roter Ford befinden. Mit diesem bin ich dann frontal zusammengestoßen. Von jetzt auf gleich stand ich mit dem Wagen auf der Stelle. Als der Airbag schlaff war und der weiße Nebel sich verzogen hatte suchte ich den anderen Wagen - er war weg, einfach nicht mehr da. Ich konnte nur noch auf der Beifahrerseite aussteigen und machte mich auf die Suche nach dem anderen Fahrzeug. Es dauerte nicht lange und ich sah es. Der Wagen war eine Böschung heruntergerutscht (man könnte auch sagen er wurde dorthin "geschossen"). Dem anderen Fahrer war glücklicherweise nicht allzuviel passiert. Er hatte eine Knieverletzung und das sogen. "Schleudertrauma". Ich blutete am Kopf, ansonsten fühlte ich mich o.k. Viele Autofahrer standen nun da und einer rief über sein Handy die Polizei an. In kurzer Zeit erschienen 5 !! Krankenwagen, obwohl deutlich von 2 !! Verletzten gesprochen wurde. Viel Feuerwehr und viel Polizei gesellten sich dazu. Wir wurden in unterschiedliche Krankenhäuser gefahren und waren 3-4 Stunden später zu Hause. Für den Einsatz der Feuerwehr wurden fast DM 1.300,00 fällig und der Einsatz des Krankenwagens kostete DM 970,00.

Als ich mein Fahrzeug (Schrott) besuchte wollte mir der Mazda-Händler nicht glauben, dass ich in diesem Wagen gesessen bin. Dort sah ich, dass die Reifen total gelb waren. Es muss also jede Menge Blütenstaub auf der Straße gelegen haben. Merke: Blütenstaub in Verbindung mit Regen = wie Glatteis!!

Nun ja, der Gutachter meinte für die Reperatur des Wagens wären DM 64.000,00 fällig und für den Schrott erhielt ich immerhin noch DM 3.000,00.

Inzwischen habe ich wieder einen MX-5, Modell "All Seasons", und weiss, dass ich bei solchen Straßenbedingungen auch mit einem MX-5 langsam fahren muss. An diesem Tage hatte ich einen Schutzengel, dem ich hiermit danken möchte.

A. Haller


Sebastian Sonntag

Ich war auf dem Weg von Basel nach Oberammergau, hatte gerade die Schweiz und Österreich hinter mir gelassen, und war nun endlich wieder in Deutschland. Die A96 hat hinter Lindau keine Geschwindigkeitsbegrenzung, und ich wollte zum Abendessen in Oberammergau sein. Bei Tempo 180 war ich dann einen kleinen Moment nicht ganz aufmerksam, ich überlegte welche Ausfahrt denn nun die beste ist, und dabei merkte ich nicht, wie die Autobahn eine leichte Rechtskurve machte. Als ich es bemerkte, war ich schon links etwas von der Fahrbahn abgekommen. Ich erschreckte mich und lenkte nach rechts - zu stark. Mein kleiner Flitzer schoß nach rechts, ich lenkte dagegen, daß Heck fing an zu schieben, und das Auto fuhr wieder zu stark nach links, wieder gegenlenken, daß Auto beginnt sich aufzuschaukeln, beim nächsten Gegenlenken nach links, bricht der Wagen komplett aus. In diesem Moment, als ich mich anfing auf der Autobahn zu drehen, dachte ich, daß mein letztes Stündlein geschlagen hätte. Ich drehte mich also und schlug zuerst mit dem rechten vorderen Kotflügel und dann mit dem rechten hinteren Kotflügel und dem Heck in die Mittelleitplanke ein. Dabei drehte sich das Auto weiter, und ich kam wieder fast in Fahrtrichtung aus der Leitplanke raus. Ich konnte den Wagen dann auf den Seitenstreifen rollen lassen und dort unbeschadet aus dem Wrack steigen. Ich habe, wie Ihr lesen könnt, unheimliches Glück gehabt. Es hätte nur irgendetwas anders laufen müssen - ich hätte steiler auf die Leitplanke treffen können, dann wäre mein Aufprall bestimmt nicht so sanft gewesen, oder ich hätte mich überschlagen können, oder es hätte nur einer hinter mir mit ähnlicher Geschwindigkeit fahren müssen, der wäre mit dann mit Sicherheit in die Fahrerseite reingerauscht, oder ein Laster auf der rechten Spur, oder, oder, oder. Die Liste ist fast endlos. Fazit ist, ich werde nie wieder so fahren wie früher. Sicher werde ich wieder schnell fahren, aber ich werde mir jede Sekunde bewußt sein, was es bedeutet schnell zu fahren und ich werde stärker auf Abstand und Sicherheit achten. Was bringt es wenn man zehn Minuten schneller da ist (sind wir ehrlich, 140 oder 180 machen im Endeffekt Aufgrund einer doch geringeren Durchschnittsgeschwindigkeit nicht viel aus), wenn man die Chance hat mehr als 10 Minuten schneller Tot oder Schwerverletzt zu sein? Der MX-5 ist ein schönes Auto, und ich bin ihn gern gefahren, aber er ist kein Porsche. Er kann 200 fahren, aber wirklich ausgelegt darauf ist er nicht, daher fahrt vorsichtig, meine Freunde, damit Ihr nicht auch bald etwas zu dieser Kategorie beizutragen habt!

Beste Grüße und all Zeit gute Fahrt!

Sebastian


Jürgen Heindel

Wir waren auf einer schönen Tour durch die fränkische Schweiz unterwegs. Es war schon auf dem Heimweg, als meine Gedanken wohl etwas vom Fahren abgeschweift sind. Dabei habe ich dann wohl die Kurve etwas verpasst. Ich schaffte es zwar noch, dem rechten Straßengraben auszuweichen, wir gerieten dann jedoch ins Schleudern und stürzten dann auf der linken Straßenseite die 1-2 m hohe Böschung herunter und überschlugen uns dann auf dem Acker. Wir sind dann einige Meter weiter auf dem Acker zum stehen gekommen.

Meiner Frau ist zum Glück beim Unfall nichts passiert. Da ich etwas größer bin und auf meiner Seite der Scheibenrahmen heruntergedrückt wurde, habe ich doch einige Schrammen im Gesicht abbekommen. Die linke Schulter ist auch etwas lädiert und es wird noch einige Wochen dauern, bis ich wieder voll einsatzfähig bin. Insgesamt haben wir den Unfall jedoch sehr gut überstanden.

Vom MX-5 kann ich natürlich nicht lassen, deshalb wird bald auch wieder ein Neuer da sein. Beim nächstenmal, wenn ich feststelle, daß ich unkonzentriert fahre, werde ich das Steuer jedoch meiner Frau überlassen.

ABS
Jürgen 


Richard Spiller

Am 23.01.2004 war ich mit meinem 99er NB auf dem Weg von Darmstadt nach Hamburg. Losgefahren noch bei trockenem Wetter war Schnee gegen Abend aber schon angekündigt. Vom Timing wäre alles wunderbar gelaufen, wenn nicht kurz nach Hannover an diesem Samstag eine Autobahnbrücke gesprengt worden wäre. Deshalb mussten alle bei Großburgwedel die Autobahn räumen - sowas dauert! In meinem Fall 2 1/2 Stunden... und natürlich hat's in der Zeit angefangen zu schneien.

Als es dann endlich wieder zurück auf die Autobahn ging, lag der Schnee schon richtig ordentlich und es schneite kräftig weiter. Und es war richtig glatt, was mir auch schon bei der Ein- und Ausfahrt eines Rastplatzes eindrucksvoll klar wurde. Hier ist allerdings noch nichts passiert... :)

Auf so einer Strecke gibt es dann zum einen die vielen Laster und Busse, die mit 100 km/h durch den Schnee pflügen... und die Übervorsichtigen, die mit 25 dahintuckern. Als Fahrer, der geschwindigkeitsmäßig irgendwo dazwischen liegt, muss man dann leider überdurchschnittlich häufig die Fahrstreifen wechseln, um vernünftig voranzukommen. So ein Spurwechsel wurde mir... oder eigentlich eher meinem armen MX-5... dann auch zum Verhängnis. Beim Spurwechsel nach rechts hat es mir an einem Schneehaufen zwischen den Fahrstreifen das Heck nach links gerissen mit dem Ergebnis, dass ich um 90 Grad gedreht weiter die Autobahn entlang geschlittert bin... mit der Front Richtung äußere Leitplanke, der sich das Auto leider (oder vielleicht auch zum Glück...) immer mehr genähert hat. Ich hatte (meiner Meinung nach... :)) ewig Zeit alles auszuprobieren, aber weder Bremsen noch Lenken hat irgendwas gebracht. Evtl. der Rückwärtsgang, aber dann hätte ich vielleicht quer auf einer schneebedeckten glatten Autobahn gestanden... lieber nicht! Aufgehalten hat mich dann letztendlich die Leitplanke...

Das Auto ist frontal unter die Leitplanke gerutscht und hat dabei einen der Leitplankenpfosten aus dem Boden rausgerissen. Das Heck hatte ja noch richtig schön Schwung, also hat es sich herumgedreht, bis es auch hinten links in die Leitplanke gekracht ist... und weiter ging's im Kreisel bis der MX-5 nochmal vorne rechts aneckte und fast in Fahrtrichtung auf dem Seitenstreifen stehen blieb. Keine nette Unterbrechung der Fahrt samstagnachts mitten auf der A7 im Schneetreiben... im wahrsten Sinne des Wortes "am Arsch der Heide". :)

Da es dunkel war, sah es erst mal gar nicht so schlimm aus, aber später in der Werkstatt kam's dann doch dicker. Laut Gutachter eine Reparatur von über 11000 Euro bei einem Wert von 13650 Euro... na ja, dann lieber nicht mehr. :(Also hab ich von der Vollkasko das Geld genommen und den MX-5 an einen Restwertbieter verkauft. Keine Ahnung, was jetzt mit ihm passiert, ich könnte mir denken, dass er in den Osten geht oder ausgeschlachtet wird... oder vielleicht war auch nur der Fahrzeugbrief noch wichtig. ;-)

Jedenfalls endet hier mein Leben mit dem MX-5. Ich wollte ihn eigentlich noch ein Jahr fahren und ihn dann gegen einen RX-8 eintauschen, aber jetzt wird es sofort ein Mazda 3. Auch ein schönes Auto und viel vernünftiger, wie meine Mutter sagen würde... obwohl ihr die Top-Version auch wieder zu schnell sein wird... :)

Wenn ihr also mal eine gelbe Mazda 3-Limousine aus Darmstadt seht, dann winkt mal... ich war mal einer von euch... ;-)

Richard Spiller


 

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